Reeperbahn Festival 2016 – Recap vom Samstag~ 6 min.

Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.com

Beim Reeperbahn Festival 2016 war ich nur am Samstag mit meinem Freund unterwegs, da mich das Programm an den anderen Tagen nicht allzu sehr angesprochen hat. Hier mal eine Zusammenfassung meines Samstags:

Reeperbahn Festival Sketch - Katjasays.com

Es fing alles damit an, dass wir uns ein Ticket besorgen mussten. 50 Euro für einen Tag – gar nicht mal so wenig, aber dafür entdeckt man ja immer richtig coole Newcomer / unbekanntere Bands.

Unser erster Act war Ben Caplan – ein Folk-Sänger mit sehr ausdrucksstarker Stimme und langem Hipster-Bart, der einige Lieder in einer Akustik Variante am NJOY-Reeperbus (der kleinsten Bühne des Reeperbahn Festivals) gespielt hat. Gar nicht mal so schlecht und dabei konnten wir auch noch eine Bratwurst bzw. Süßkartoffelpommes essen und in der Sonne sitzen.

Spielbudenplatz Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.comSpielbudenplatz Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.com

Im Anschluss wollten wir eigentlich Me And My Drummer sehen, aber nachdem die Sängerin die ersten Töne von sich gegeben hat, mussten wir leider gehen – das war so gar nicht unser Geschmack.

Weiter ging es an der Spielbude – Odd Beholder. Vorher noch nie was von denen gehört, aber das Genre (Pop / Electronic) klang ganz interessant. Ich muss sagen, es war ein cooler Auftritt. Auch wenn ich weiblichen Gesang meistens nicht mag, war er hier sehr passend und angenehm. Definitiv etwas, was in unserer Spotify-Liste landen wird. Interessant war hier die Mischung des Publikums – einerseits tanzende Menschen, andererseits welche, die gemütlich einen Espresso schlürfen.

Spielbude - katjasays.comOdd Beholder Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.com

Darauf folgten einige Acts im Sommersalon. Der Einlass musste geregelt werden, denn der Sommersalon bot nur begrenzt Platz für die Reeperbahn Festival Besucher. Man kam rein und stand direkt neben der Bühne. Es ging los mit New Deadline, einer finnischen Rockband. Die Musik war laut und hatte Wumms, kam mir aber auch sehr jugendlich vor. Spaß hatte das Publikum allerdings eine Menge.

New Deadline Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.com

Danach kamen die Rocker von TEKSTI-TV 666 – der Name war Programm. Es waren alleine schon 5 Gitarren auf der Bühne, was zu einem großen Gewusel führte. Die Bandmitglieder waren fleißig am Headbangen, der Schlagzeuger ist an seine Grenzen gegangen und insgesamt war der Auftritt etwas verrückt. Gitarren wurden kopfüber an die Wand gelegt oder an eine Box gehängt, damit Jacken ausgezogen wurden, einer hat sich auf der Bühne in den Kabeln gewälzt und das Gesicht des einen Gitarristen konnte man gar nicht sehen, da ihm vom Headbangen die Haare im Gesicht hingen. Aber es war insgesamt sehr witzig.

Teksti TV 666 Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.comTeksti TV 666 Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.com

Danach haben wir uns eine kleine Pause gegönnt und in einen Autoscooter gesetzt (wie hat man da früher bloß zu zweit hineingepasst oder ging das nur, weil man als Kind mit einem Elternteil drin gesessen hat?). Wir wollten uns Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS ansehen, einfach, weil der Name cool war, aber es war dann doch nicht ganz unser Fall. Der Typ, der die Anmoderation gemacht hat, klang wie der Storyteller aus Magicka, was wir sehr witzig fanden, aber das war es dann auch schon.

Autoscooter Sommersalon - Katjasays.com

Der Sommersalon ist, wenn auch klein, sehr gemütlich eingerichtet. Man findet eine alte gelbe Telefonzelle, in die man sich stellen kann, es gibt Autoscooter und andere Spielgeräte, in bzw. auf denen man sitzen kann und auch Sofas bieten Sitzgelegenheiten. Ich habe mich die ganze Zeit über gefragt, wie die ganzen Dinge, die von der Decke hingen (Sessel, Lampen, Fernseher, Betten) halten konnten, aber es ist nichts herunter gefallen.

Sommersalon Theke - katjasays.comSommersalon - katjasays.com

 
Nun ging es wieder nach draußen, zum Frische Luft tanken und zum Akustik-Songs hören beim NJOY-Reeperbus. Das Wetter war immer noch ein Knaller und es standen auch so einige Menschen vor dem Bus. Zuerst haben wir Songs von Kytes gehört – hier hat das ganze Publikum mitgesungen und die Band ordentlich gefeiert. Im Anschluss folgte James Hersey – bekannter Name und sieh an, die ersten beiden Songs habe ich auch schon mal irgendwo gehört. Der sympathische Sänger mit Schlafzimmer-Blick konnte die Leute in seinen Bann ziehen.

Kytes Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.comJames Hersey Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.com

Danach war mal wieder eine Pause angesagt. Wir waren am Alcatel Stand und haben in der Fotobox zwei witzige Bilder zum Mitnehmen gemacht und konnten dann eine VR-Brille ausprobieren. Das war ziemlich cool. Am besten war die Achterbahn-Fahrt, auch wenn mir dabei etwas schwummrig wurde und ich mich festhalten musste.

VR Brille Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.comVR Brille Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.com

Bazzookas waren die nächsten, die wir uns angeschaut haben. Für die Band wurde im Vorfeld viel Promotion gemacht, es wurden Flyer verteilt, auf dem Spielbudenplatz waren Fußspuren zu deren Bus aufgeklebt und überhaupt hat man aus Gesprächen mitbekommen, dass die Band von vielen gemocht wird. Nicht umsonst hat sie mehrere Auftritte auf dem Reeperbahn Festival 2016. Im Programm stand Rock / Jazz, es klang allerdings nach Ska. Der Sänger fiel durch seine Dreads und seinen niedlichen holländischen Akzent auf. Die Musik war fetzig, das Publikum hat viel mitgetanzt und gepogt und der Sänger ist ein wahrer Entertainer. Besonders in Erinnerung bleiben wird der Abend wohl für Maren, die vom Sänger nach vorne geholt wurde, da sie das „Ah, ah, ah“ besonders hingebungsvoll mitgesungen hat. Kurzerhand durfte sie mit dem Sänger durch das Grünspan crowdsurfen. Einige Songs später waren die Spieler der Blasinstrumente (ja, davon gab es mehrere) plötzlich mitten im Publikum unterwegs. Ziemlich cool.

Bazzookas Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.com

Zum nächsten Konzert war es nicht weit, denn die Große Freiheit 36 liegt ja direkt um die Ecke. Wild Beasts waren so, wie ich es mir vorgestellt habe. Der Sänger hat auch live seine wiedererkennbare Stimme und generell hat der Auftritt stark an die 80er entwickelt, vom Styling bis hin zum Tanzen. Es war jedenfalls sehr melodisch und ich habe mich besonders auf das Lied Wanderlust gefreut, was dann auch als vorletzter Song gespielt wurde.

Wild Beasts Reeperbahn Festival 2016 - katjasays.com

Nach einem 15-minütigen Fußmarsch erreichten wir den Bunker an der Feldstraße, in dem neben dem Übel und Gefährlich auch der Resonanzraum liegt. Von diesem habe ich vorher noch nie etwas gehört, aber er ist wirklich genial gebaut – die Akustik ist ein Knaller! Hier haben wir dann Douglas Dare, unser absolutes Highlight des Reeperbahn Festivals 2016, gesehen. Für mich war es mittlerweile schon das 5. Mal, dass ich ihn live gesehen habe, und er war wie immer bezaubernd. Dieses Mal hat er sein im Oktober erscheinendes Album Aforger vorgestellt (erstes Konzert, wo es live gespielt wurde) und Swim, einen Song von seinem vorherigen Album, gespielt. Das Album klingt richtig gut, die Musik ist sehr schön, Douglas und sein Drummer sind mit Eera aufgetreten und was wir besonders schön fanden, war, dass die Band die Musik wirklich fühlt und lebt. So viele Emotionen in der Stimme, den Bewegungen und den Texten – Wahnsinn. Ich kann ihn jedem nur empfehlen!

Douglas Dare Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.comDouglas Dare Reeperbahn Festival 2016 - Katjasays.com

Insgesamt hat uns der Tag richtig gut gefallen und wir werden nächstes Jahr bestimmt wieder mit dabei sein, wenn es dann heißt: Reeperbahn Festival 2017 in Hamburg!

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Kommentare
  1. Jurassik says:

    Danke für diese ausführliche und doch kurze Beschreibung des Tages

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